{"id":1494,"date":"2021-03-24T17:46:51","date_gmt":"2021-03-24T17:46:51","guid":{"rendered":"http:\/\/digitalpedagogycookbook.eu\/?post_type=epkb_post_type_1&#038;p=1494"},"modified":"2021-03-24T17:55:31","modified_gmt":"2021-03-24T17:55:31","slug":"die-einzelnen-bereiche-von-digcompedu","status":"publish","type":"epkb_post_type_3","link":"http:\/\/digitalpedagogycookbook.eu\/?epkb_post_type_3=die-einzelnen-bereiche-von-digcompedu","title":{"rendered":"Die einzelnen Bereiche von DigCompEdu"},"content":{"rendered":"\n<p>Der DigCompEdu-Rahmen nennt sechs verschiedene Bereiche, in denen die digitale Kompetenz von Lehrenden mit insgesamt 22 Kompetenzen zum Ausdruck kommt. Die sechs Bereiche gliedern sich wie folgt:\u00a0<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>1) <strong>Berufliches Engagement: <\/strong>Die digitale Kompetenz von Lehrenden zeigt sich in ihrer F\u00e4higkeit, digitale Technologien nicht nur zur Verbesserung des Unterrichts zu nutzen, sondern auch f\u00fcr ihre beruflichen Interaktionen mit Kollegen, Lernenden, Eltern und anderen interessierten Parteien sowie f\u00fcr ihre individuelle berufliche Entwicklung und f\u00fcr das kollektive Wohl und die kontinuierliche Innovation in der Organisation und im Lehrerberuf.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>2) <strong>Digitale Ressourcen: <\/strong>Lehrende sind derzeit mit einer F\u00fclle von digitalen (Bildungs-)Ressourcen konfrontiert, die sie f\u00fcr den Unterricht nutzen k\u00f6nnen. Eine der Schl\u00fcsselkompetenzen, die jeder Lehrende entwickeln muss, besteht deshalb darin, sich mit dieser Vielfalt auseinanderzusetzen, Ressourcen effektiv zu\u00a0identifizieren, die am besten zu den Lernzielen, der Lerngruppe und dem eigenen Lehrstil passen, die F\u00fclle der Materialien zu strukturieren, Verbindungen herzustellen und selbst digitale Ressourcen zur Unterst\u00fctzung des Unterrichts zu modifizieren, zu erg\u00e4nzen und weiterzuentwickeln.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig m\u00fcssen sie sich bewusst sein, wie digitale Inhalte verantwortungsvoll genutzt und verwaltet werden k\u00f6nnen. Sie m\u00fcssen bei der Nutzung, \u00c4nderung und gemeinsamen Nutzung von Ressourcen die Urheberrechtsvorschriften beachten und sensible Inhalte und Daten, wie z. B. digitale Pr\u00fcfungen oder die Noten der Lernenden, sch\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist das Rezept Nummer 61: \u201eMit Pinterest digitale Materialien speichern und mit Lernenden teilen\u201c.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>3) <strong>Lehren und Lernen: <\/strong>Digitale Technologien k\u00f6nnen Lehr- und Lernstrategien auf viele verschiedene Arten erweitern und verbessern. Unabh\u00e4ngig von der gew\u00e4hlten p\u00e4dagogischen Strategie oder dem gew\u00e4hlten p\u00e4dagogischen Ansatz liegt die spezifische digitale Kompetenz von Lehrenden jedoch darin, den Einsatz digitaler Technologien in den verschiedenen Phasen und Einstellungen des Lernprozesses effektiv zu steuern. Die grundlegende Kompetenz in diesem Bereich \u2013 und vielleicht des gesamten Kompetenzrahmens &#8211; ist 3. 1: Lehren. Diese Kompetenz bezieht sich auf das Gestalten, Planen und Einsetzen von digitalen Medien in den verschiedenen Lernprozessstufen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Rezept Nummer 42: \u201ePeer Review mit Google Docs\u201c zeigt, wie diese Kompetenz in die Praxis umgesetzt wird.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>4) <strong>Evaluation: <\/strong>Die Bewertung kann eine Erleichterung oder ein Hemmnis f\u00fcr Innovationen in der Bildung sein. Wenn wir digitale Technologien in das Lernen und Lehren integrieren, m\u00fcssen wir \u00fcberlegen, wie digitale Technologien bestehende Beurteilungsstrategien verbessern k\u00f6nnen. Gleichzeitig m\u00fcssen wir auch \u00fcberlegen, wie sie genutzt werden k\u00f6nnen, um innovative Beurteilungsans\u00e4tze zu schaffen oder zu erleichtern. Digitalkompetente Lehrende sollten in der Lage sein, digitale Technologien im Rahmen der Beurteilung unter Ber\u00fccksichtigung dieser beiden Ziele einzusetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem bringt die Nutzung von digitalen Medien in der Bildung, sei es in der Evaluation, beim Lernen, f\u00fcr administrative oder andere Zwecke ein weites Spektrum an Daten mit sich, die bei jedem Lernverhalten eines einzelnen Lernenden zur Verf\u00fcgung stehen. Die Analyse und Interpretation dieser Daten und deren Nutzung, um Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen, wird immer wichtiger \u2013 erg\u00e4nzt um die Analyse konventioneller Nachweise zum Lernverhalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig k\u00f6nnen digitale Medien dazu beitragen, den Lernerfortschritt direkt zu \u00fcberwachen, Feedback zu beg\u00fcnstigen und es den Lehrenden erm\u00f6glichen, ihre Lehrstrategien zu bewerten und anzupassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rezept Nummer 55: \u201eMit G Suite Education Online- Materialien mit anderen Lehrkr\u00e4ften teilen\u201d finden Sie einen Vorschlag f\u00fcr diesen Bereich.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>5) <strong>Lernerorientierung: <\/strong>Zu den entscheidendsten Vorteilen der Nutzung von digitalen Medien in der Bildung z\u00e4hlt ihr Potenzial zur F\u00f6rderung von lernerzentrierten p\u00e4dagogischen Strategien und zur aktiven Beteiligung von Lernenden im Lernprozess. Digitale Medien k\u00f6nnen genutzt werden, um die aktive Beteiligung der Lernenden zu f\u00f6rdern, z. B. bei der Erforschung eines Themas, beim Experimentieren mit verschiedenen Optionen oder L\u00f6sungen, beim Erschlie\u00dfen von Verkn\u00fcpfungen und beim Finden von kreativen L\u00f6sungen oder der Erarbeitung eines Produkts und des dar\u00fcber Reflektierens.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ferner k\u00f6nnen digitale Medien zur Differenzierung nach Klassen und der individualisierten Bildung beitragen, indem sie Lernaktivit\u00e4ten anbieten, die auf die individuellen Kompetenzen, Interessen und Lernbed\u00fcrfnisse jedes einzelnen Lernenden abgestimmt sind. Gleichzeitig muss jedoch darauf geachtet werden, eventuell bestehende Benachteiligungen (z. B. beim Zugang zu digitalen Medien oder digitalen Kompetenzen) nicht zu verst\u00e4rken und allen Lernenden, einschlie\u00dflich derer mit besonderen Lernbed\u00fcrfnissen, Zugang zu den digitalen Medien zu erm\u00f6glichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist Rezept Nummer 7: \u201eDen schriftlichen Ausdruck mit Canva \u00fcben\u201c.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>6) <strong>F\u00f6rderung der digitalen Kompetenz der Lernenden: <\/strong>Die digitale Kompetenz ist eine der \u00fcbergreifenden Kompetenzen, die Lehrende den Lernenden vermitteln m\u00fcssen. W\u00e4hrend die F\u00f6rderung anderer \u00fcbergreifenden Kompetenzen lediglich einen Teil der digitalen Kompetenz der Lehrenden ausmacht \u2013 zumal digitale Medien zu diesem Zweck eingesetzt werden \u2013, ist die F\u00e4higkeit, die digitale Kompetenz der Lernenden zu f\u00f6rdern, ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Kompetenz der Lehrenden. Aus diesem Grunde verdient diese F\u00e4higkeit einen eigenen Bereich im DigCompEdu- Kompetenzrahmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Kompetenz der Lernenden wird im Rahmen f\u00fcr die digitale Kompetenz der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger (DigComp) erfasst. Somit folgt der DigCompEdu-Bereich der gleichen Logik und unterscheidet zwischen f\u00fcnf Kompetenzen, deren Inhalt und Beschreibung im DigComp ausgef\u00fchrt werden. Die Titel wurden jedoch angepasst, um die p\u00e4dagogische Dimension und den Fokus in diesem Referenzrahmen zu best\u00e4tigen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europ\u00e4ischen Kommission (JRC) ist der Kern des DigCompEdu- Rahmens in den Bereichen 2 bis 5 definiert. Diese Bereiche erkl\u00e4ren die digitale p\u00e4dagogische Kompetenz der Lehrenden, d.h. die digitalen Kompetenzen, die Lehrende ben\u00f6tigen, um effiziente Lehr- und Lernstrategien zu f\u00f6rdern, die integrativ und innovativ sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bereiche 1, 2 und 3 befassen sich mit den charakteristischen Phasen eines jeden Lehrprozesses, ob mit oder ohne Unterst\u00fctzung von Technologien. Die in diesen Bereichen aufgef\u00fchrten Kompetenzen beschreiben im Einzelnen, wie digitale Technologien in den Bereichen 2, 3 und 4 effizient und innovativ genutzt werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bereich 5 ber\u00fccksichtigt das Potenzial der digitalen Technologien f\u00fcr lernerzentrierte Lehr- und Lernstrategien. Dieser Bereich ist transversal zu den Bereichen 2, 3 und 4 und bietet eine Reihe von Leitprinzipien, die f\u00fcr die in diesen Bereichen spezifizierten Kompetenzen relevant sind und diese erg\u00e4nzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigste Kompetenz im gesamten Rahmen liegt jedoch, wie vom JRC hervorgehoben wurde, im Bereich 3: \u201eLehren und Lernen\u201c. Diese Kompetenz bezieht sich auf den Entwurf, die Planung und die Umsetzung der Nutzung digitaler Technologien in den verschiedenen Phasen des Lernprozesses.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der DigCompEdu-Rahmen nennt sechs verschiedene Bereiche, in denen die digitale Kompetenz von Lehrenden mit insgesamt 22 Kompetenzen zum Ausdruck kommt. 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